Finanz-Wissen

Klarheit beginnt mit Wissen.

Finanzielle Bildung ist der Schlüssel zur finanziellen Unabhängigkeit. Hier erklären wir die Grundlagen verständlich — und du setzt sie direkt mit Finutti um. Keine Anlageberatung, nur Klarheit.

1

Lernen

Finanzen verstehen — Begriffe, Schweizer Besonderheiten, Zusammenhänge.

2

Planen

Budget und Sparziele setzen, deine Vorsorgelücke kennen.

3

Umsetzen

Mit Finutti tracken und steuern — jede Erkenntnis wird zur Handlung.

Grundlagen

Die Basics, die jeder kennen sollte

Was ist Net Worth (Nettovermögen)?
Dein Nettovermögen ist alles, was du besitzt, minus alles, was du schuldest. Bankkonten, Depots, Immobilie, Vorsorge und Sachwerte zusammengezählt — davon Hypothek und Kredite abgezogen. Es ist die ehrlichste einzelne Zahl über deine finanzielle Lage. Wer sie kennt und monatlich verfolgt, trifft bessere Entscheidungen.
Budget in 5 Schritten
1) Einnahmen festhalten. 2) Fixkosten auflisten (Miete, Versicherungen, Abos). 3) Variable Ausgaben schätzen (Lebensmittel, Freizeit). 4) Sparziel definieren — zahl es dir zuerst aus, bevor du ausgibst. 5) Monatlich abgleichen. Ein Budget ist kein Verzicht, sondern Kontrolle darüber, wohin dein Geld fliesst.
Sparen vs. Investieren — der Unterschied
Sparen heisst, Geld sicher zur Seite legen (Konto, 3a-Konto) — verfügbar, aber real oft von der Inflation aufgezehrt. Investieren heisst, Geld arbeiten lassen (Wertschriften, Immobilien) — mehr Chance, mehr Schwankung. Faustregel: kurzfristiges Geld (Notgroschen, 3–6 Monatsausgaben) sparen, langfristiges Geld investieren. Finutti gibt keine Anlageempfehlung — nur den Überblick.
Zinseszins verstehen
Zinseszins heisst: du bekommst Zins auch auf bereits gutgeschriebene Zinsen. Über Jahrzehnte wächst Vermögen dadurch nicht linear, sondern exponentiell. Deshalb ist der grösste Hebel nicht die Rendite, sondern die Zeit — früh anfangen schlägt spät viel einzahlen.
Inflation — was sie mit deinem Geld macht
Inflation ist der schleichende Kaufkraftverlust: Bei 2% Inflation ist dein Geld in 10 Jahren rund ein Fünftel weniger wert. Bargeld auf dem Konto verliert also real an Wert. Dein persönlicher Warenkorb kann stark vom offiziellen Landesindex abweichen — genau dafür gibt es in Finutti den persönlichen Inflationsindex.
Schweiz-spezifisch

3 Säulen, 3a & Vorsorge

Das 3-Säulen-System einfach erklärt
Säule 1 (AHV/IV) sichert das Existenzminimum — staatlich, umlagefinanziert. Säule 2 (Pensionskasse/BVG) soll zusammen mit der AHV rund 60% des letzten Lohns decken — beruflich, kapitalgedeckt. Säule 3 (private Vorsorge) füllt die Lücke und ist freiwillig — mit Steuervorteil (3a). Zusammen bestimmen sie, wie du im Alter dastehst.
Säule 3a: wann, wie viel, wo?
3a ist die steuerbegünstigte Selbstvorsorge. Angestellte mit Pensionskasse dürfen jährlich bis zu einem Maximalbetrag einzahlen (aktuell rund CHF 7'000), Selbstständige ohne PK deutlich mehr. Der Betrag ist vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Als 3a-Konto (sicher) oder 3a-Wertschriftenlösung (mehr Chance/Schwankung). Einzahlung lohnt sich meist gegen Jahresende.
Vorsorgelücke berechnen
Die Vorsorgelücke ist die Differenz zwischen dem, was AHV + Pensionskasse dir im Alter liefern, und dem, was du zum Leben brauchst. Faustregel: Reichen die ersten beiden Säulen nicht an ~80% deines heutigen Bedarfs heran, besteht eine Lücke, die die 3. Säule und weiteres Vermögen füllen müssen. Wer die Lücke früh kennt, kann sie in Ruhe schliessen.
Hypothek: amortisieren oder investieren?
Amortisieren senkt Schuld und Zinslast und gibt Sicherheit. Das Geld stattdessen anzulegen kann mehr bringen, wenn die erwartete Rendite über dem Hypothekarzins liegt — ist aber nicht garantiert. In der Schweiz spielt zudem der Eigenmietwert steuerlich mit. Es gibt kein pauschales Richtig; entscheidend sind Zinsniveau, Risikoneigung und Steuersituation. (Keine Anlage- oder Steuerberatung.)
Fortgeschritten

Diversifikation, Sachwerte & Güterrecht

Diversifikation — warum Streuung zählt
Diversifikation heisst, nicht alles auf eine Karte zu setzen: über Anlageklassen (Konten, Wertschriften, Immobilien, Vorsorge, Sachwerte), Regionen und Währungen streuen. So trifft dich ein einzelner Rückschlag weniger hart. Der erste Schritt zur Diversifikation ist Überblick — zu sehen, wie dein Vermögen tatsächlich verteilt ist.
Sachwerte als Anlageklasse
Kunst, Uhren, Gold, Oldtimer oder Wein sind reale Werte, die oft unabhängig von Aktienmärkten laufen und einen gewissen Inflationsschutz bieten. Sie sind aber illiquid (nicht schnell verkaufbar), schwer zu bewerten und versicherungs- sowie güterrechtlich heikel. In Finutti werden sie separat als illiquide Klasse ausgewiesen — mit Foto, Standort und Versicherungsstatus.
Krypto im Portfolio: ja, aber wie viel?
Krypto ist hoch volatil — grosse Chancen, grosse Schwankungen. Als kleiner, bewusst begrenzter Teil eines breit gestreuten Vermögens ist es für manche vertretbar, für andere nicht. Wichtig: nur einsetzen, was du im Extremfall verschmerzen kannst, und die Position im Gesamtbild sehen. Finutti trackt die Menge und rechnet den Kurs täglich um — ohne Empfehlung.
Güterrecht für Paare: Eigengut vs. Errungenschaft
Im ordentlichen Güterstand (Errungenschaftsbeteiligung) gilt: Eigengut ist, was vor der Ehe da war oder geerbt/geschenkt wurde — es bleibt bei der Person. Errungenschaft ist, was während der Ehe erarbeitet wurde — sie wird bei Scheidung oder Tod geteilt. Sauber dokumentiert erspart das viel Streit. Finutti klassifiziert jedes Asset entsprechend — als Orientierung, nicht als Rechtsrat.

„Wer seine Finanzen versteht, trifft bessere Entscheidungen — und schläft ruhiger."

Der Gedanke hinter Finutti

Verstehen ist der erste Schritt. Umsetzen der zweite.

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